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Ideen für das Fest

Die Festüberraschung –
Ideen für Einlagen zur Hochzeit

Eine Hochzeit lebt nicht nur vom Glück des Paares, dem guten Essen und der vollendeten Dekoration. Dass das Hochzeitsfest, wenn es mit Verwandten und Freunden im größeren Rahmen gefeiert wird, als schöner Abend in Erinnerung bleibt, hängt viel von den eingeladenen Gästen ab. Irgendeine Art von Reden und Einlagen sollten dabei sein, sonst wirkt das Fest vielleicht trotz gelungenem stilvollen Rahmen unpersönlich. Als Eingeladene ist es aber meist nicht so leicht, was man den lieben Verliebten neben einem schönen Geschenk noch zum Fest bescheren soll. Eine Diashow? Je nach Bildern und Kommentaren kann sie sehr langweilig, lustig oder grenzenlos indiskret sein. Ein Sketch aus dem Eheleben? Mit schauspielerischem Talent kann es ein sehr gelungener Beitrag werden, ohne ist davon eher abzuraten..

Hier einige Ideen für Überraschungen mit Erfolgsgarantie:

Das Festalbum
Das ist ein Fotoalbum in das sich die Gäste am Abend eintragen und ihr Foto einkleben sollen. Dazu muss der Organisator eine Gästeliste auftreiben und alle Gäste anschreiben, damit sie ein Foto von sich mitbringen. Eine schöne Variante dieser Dokumentation der Festgäste ist, wenn man folgende Fragen vorgibt, die es zu beantworten gilt:

  • Was dachtest Du als Du Sie/Ihn das erste Mal sahst?
  • Was dachtest Du als Du erfahren hast, dass die beiden heiraten?
  • Ratschläge für Sie zum Leben mit Ihm.
  • Ratschläge für Ihn zum Leben mit Ihr.
  • Was Du den beiden schon immer mal sagen wolltest, aber Dich nie getraut hast.
  • Gute Wünsche, Gedichte, Lebenweisheiten, alles was sonst noch zu sagen gewünscht wird.

Prämisse: Ehrlichkeit ist wichtig, Vollständigkeit nicht unbedingt!

Luftballonpost
Es müssen ja nicht unbedingt 99 sein, aber eine schöne Idee ist es, für das Brautpaar Luftballons steigen zu lassen. Dazu braucht es große Luftballons, eine Gasflasche und genausoviel Postkarten wie Luftballons, die man an das Brautpaar voradressiert. Auf die Postkarte gehört außerdem eine Bitte an die Finder, dass diese dem Brautpaar die Postkarte mit ein paar Zeilen, wo sie den Luftballon gefunden haben, zurückschicken. Normalerweise ist der Rücklauf erstaunlich hoch, da die meisten Finder für ein Brautpaar gerne eine Mark investieren. So erntet das Brautpaar einige schöne Segenswünsche von Unbekannten aus Deutschland und Europa.

Die Hochzeitszeitung
Fast ein Muss auf jeder Hochzeit. Wer eine Hochzeitszeitung für das Paar machen will, braucht als erstes die Gästeliste und ein kleines Team von Helfern. Zur Planung sollte man die anderen Gäste spätestens zwei, besser drei Monate vor dem Fest anschreiben, damit sie Artikel, allgemeine Ehetipps, Fotos und Erinnerungen aus dem Leben der Brautleute beitragen können. Auch hier ist abzuwägen, was über die Grenzen des Brautpaares hinausgeht und welche Scherze im Rahmen bleiben. Das Layout wird natürlich am besten mit Quark Xpress gestaltet, was aber die Mitarbeit eines „professionellen“ Zeitungsmachers erfordert. Zur Not tun es Layout im Word oder Powerpoint und einige Schneide- und Klebearbeiten.

Das Ehespiel – oder wer hat die Hosen an?
Die frisch Verheirateten werden Rücken an Rücken gesetzt, und müssen die Fragen beantworten, indem sie Daumen nach oben für „Ja“ halten, Daumen nach unten für „Nein“.
Standardfragen sind etwa:

  • Arbeitet Sie mehr im Haushalt als Er?
  • Bestimmt Er wohin beide in Urlaub fahren?
  • Bringt Er ihr regelmäßig Blumen mit?
  • Hat Er Zuhause die Hosen an?
  • Ist Sie geduldiger?
  • Räumt Er öfter auf als Sie?
  • Sitzt Sie öfter und länger vorm Fernseher als Er?

Indiskrete Fragen wie

  • Ist Sie immer treu?
  • Besucht Er gerne die künftigen Schwiegereltern?
  • Ist Sie beim Sex unersättlicher?

etc. sollten nur mit Vorsicht gestellt werden, sie mögen für Lacher sorgen, können aber leicht unter die Gürtellinie gehen.
Für jede übereinstimmende Antwort wird von einem der Gäste ein Euro in ein Schweinderl geworfen (die Spielmacher gehen mit diesem herum) zur Aufbesserung der Hochzeitskasse. Sollten die Eheleute kaum Übereinstimmungen haben, bekommen sie eine Einladung zu einem der Spielmacher, getarnt als „Nachhilfeunterricht in Sachen Eheleben“.

Die monatliche gute Tat
Ein Klassiker unter den Hochzeitseinlagen ist ein Spiel, bei dem das Brautpaar von den Gästen für jeden Monat eine „gute Tat“ gewinnt. Das kann entweder als Reise nach Jerusalem geschehen, bei dem zwölf Gäste Aufgaben erfüllen müssen (wie z.B. sich einen Lippenstiftkuß von einer Dame, die nicht die Partnerin ist, holen; eine Rolle Toilettenpapier besorgen; ein frisch eingeschenktes Weißbier besorgen; einen Damenschuh ergattern; einen Personalausweis; etc.) und sich danach auf einen der elf Stühle setzten dürfen. Wer übrig bleibt, bekommt die erste Aufgabe, dann wird ein Stuhl weggenommen usw. Die „guten Taten“ der Gäste erstrecken sich zwischen Essenseinladungen, Weinproben bis hin zum Fenster-Frühjahrsputz oder Rasenmähen, je nach Jahreszeit.
Wem das Spiel mit der Reise nach Jerusalem zu aufwändig ist, der kann auch einfach Lose basteln und alle Gäste ziehen lassen. Die „Gewinner“ melden sich und teilen allen Gästen mit, was sie für das Brautpaar machen werden.

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