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Dekotipps

Die Hochzeit ist „grün & weiß“ – das ist eine alte Regel, die man beherzigen kann, oder aber man dekoriert in seiner eigenen Lieblingsfarbe. In jedem Fall sollte sich die einmal gewählte Farbe durch alles, was man dekoriert – bis selbst hin zum Brautkleid – hindurchziehen und besonders edel ist es, wenn sie nicht zu grell, sondern eher pastellfarben ist. Das gibt ein schönes, einheitliches und vor allem festliches Bild.

Aber nicht nur die Farbe sollte sich, wenn möglich, überall wiederfinden, sondern auch die Blumen oder die Dekorationsgegenstände. Ist also das Kleid mit Rosen verziert, dann sollte die Blume auch wieder auftauchen – ebenso natürlich auch im Brautstrauß. Dekorieren Sie üppig und an allen „Kontaktpunkten“ der Hochzeitsgäste, also von der Kirche angefangen bis hin zum abendlichen Tisch. Auch wenn Hochzeiten im Herbst oder Winter stattfinden, muss der Schmuck nicht jahreszeitlich angepasst sein. Verzichten Sie auf Trockenblumen, Ähren und ähnliches. Solcher Schmuck hat immer den Hang der Vergänglichkeit und macht das Fest schon optisch rustikaler, als es das vielleicht sein will. Blumen haben immer Saison!

Hier ein paar Dekoideen für die einzelnen „Stationen“ einer Hochzeit:

Die Kirche
Kirchen sind nicht immer und überall gleich. Je nachdem, ob Sie in Bayern in einer üppig verzierten Barockkirche heiraten oder in einem nüchtern-modernen Gebäude, sollte sich auch der Stil des Blumenschmucks anpassen. Für die Kirchenpforte eignen sich Lorbeer- oder Buchsbäume, die man gegen eine Mietgebühr bei der lokalen Gärtnerei beziehen kann.
Die Kirchenbänke sehen meist sehr kahl aus und sind daher dankbare Ecken für Blumen- oder Bänderschmuck. Achten Sie darauf, dass das Gesteck nicht zu klein wird und auch an der Bank nach unten hängt, damit die Stirnseite hübsch geschmückt ist. Hier können Sie auch mit einer Kombination aus Seidenbändern (mit Metall verstärkt) und Blumen viel erreichen. Man sollte aber in jedem Fall Blumen nehmen, die nicht zu empfindlich sind, die also sowohl den Transport, die Anbringung, als auch einige Stunden Vorbereitungszeit gut überleben. Rosen oder Callas sind hierfür z.B. geeignete und stilvolle Blumen.

Zu einer festlich geschmückten Kirche gehört darüber hinaus auch ein großzügiges Altargesteck, das in einer großen Amphore besonders gut zur Geltung kommt. Die Tücke bei all dem ist, dass Sie mit der Kirche selbst abstimmen müssen, welcher Blumenschmuck dort ohnehin vorhanden ist, da sich dieser unter Umständen stark mit Ihrem „beißen“ kann. Versuchen Sie hier sanft in die Wochenplanung einzugreifen.

Etwas ganz Besonderes ist ein roter Teppich zur Kirchenpforte, der mit weißen Rosenblättern gesäumt ist. Am besten zieht sich dieser rote Teppich in der Kirche bis zum Altar hoch. Wem das zu aufwändig oder zu teuer ist, kann sich auch den roten Teppich vor die Tür zum Empfang nach der Hochzeit legen lassen.

Das Auto
Die großen Gestecke auf den Autos sind zwar sehr üblich, fallen meist aber eher geschmacklos aus und haben oft ein bisschen etwas von einem Trauerzug. Wenn Sie dazu noch einen Ortswechsel vollziehen und größere Strecken hinter sich bringen, das Wetter vielleicht auch noch sehr heiß ist oder es stark regnet, dann bleibt vom teuren Gesteck nur noch armseliges Gefluder übrig.

Tipp: Binden Sie aus hochwertigem Kunst-Efeu zwei große üppige Herzen und verzieren Sie diese mit Exemplaren der Blume, die Ihre „Leitblume“ ist – aber eben als Seidenblume. Diese Herzen können Sie mit Blumendraht am Kühler Ihres Autos anbringen. Aus der gleichen Kunstblume können Sie mit wieder metallverstärktem Seidenband und Grün kleine Sträußchen binden und diese an die Antenne Ihres Autos – und auch aller Hochzeitsgäste – binden. Das sieht hübsch aus und hält auch einen längeren Tag mit viel Fahrtwind gut durch. Außerdem können Sie den Schmuck immer wieder verwenden.

Der Empfang
Egal, ob Sie den Empfang bei sich Zuhause oder in einem öffentlichen Lokal machen – die Pforte heißt die Gäste willkommen. Daher sollte sie auch wieder hübsch geschmückt sein. Auch hier können frische Edelbäumchen rechts und links, geschmückt mit farblich passenden Blumen oder Bändern, einiges bewirken. Besonders schön ist aber die Idee, den Türrahmen mit einer üppigen grünen Girlande aus Kunst- oder echtem Grün zu schmücken (z.B. Efeu) und in diese wieder Ihre Leitblume in regelmäßigen Abständen zu stecken. Ob man dann noch mittig oben ein kleines Taubenpärchen in Weiß setzt, wieder die beiden Herzen aufgreift oder es schlicht lässt, ist eine Frage der Romantik.

Versuchen Sie für die Gäste kleine Sitz- und Essmöglichkeiten zu schaffen, die am besten auch einheitlich geschmückt sind. Eine günstige Variante, die Tische einheitlich zu machen, sind Lacktischdecken in „Ihrer Farbe“, die immer sehr aufgeräumt aussehen. Teurer und bei Wind eher unpraktisch sind Leinentischdecken in einheitlicher Farbe – dafür können Sie diese später auch noch weiterhin nutzen und sie sind wirklich sehr edel. Ein kleines Blumengesteck verziert die Tische – es können aber auch kleine getopfte Pflanzen sein, wie z.B. weiße Hyazinthen im Frühling. Noch ein kleiner Tipp: Ihre Gäste werden hungrig sein… vergessen Sie nicht, kleine Snacks, die man ohne Messer und Gabel essen kann, anzubieten! Dazu sollten Sie kleine Papierservietten reichen – auch hier finden Sie garantiert eine passende Variante in Ihrer Farbe und Blume.

Das abendliche Fest
Für die Pforte am Abend gilt das gleiche, wie schon tagsüber – der erste Eindruck der Gäste soll schon positiv sein. Für den festlich gedeckten Tisch brauchen Sie neben schönen Gläsern (Weißwein-, Rotwein- und Wasserglas) am besten weißes Geschirr, denn kaum eine andere Farbe erreicht mehr Eleganz. Decken Sie mit Platztellern – egal ob aus Glas, Silber oder zum Geschirr in Porzellan passend. Diese sind zum einen sehr dekorativ, zum anderen kann auch der Nachtisch darauf serviert werden. Passende Tischwäsche und Servietten verstehen sich von selbst. Die Servietten können Sie entweder in klassischen silbernen Serviettenringen halten oder einfach nur hübsch falten und mit einer losen Blume auf den Teller legen. Kerzenleuchter in Silber mit langen, farblich passenden Kerzen veredeln das Gesamtbild. Selbstverständlich sollten auch am Tisch Blumen zu finden sein – je nachdem wie eng man sitzt, können hier kleine Sträußchen, die am Tischrand zwischen den Gästen angebracht sind, sehr hübsch wirken oder man setzt mit einem großen Gesteck in der Mitte Akzente. Wichtig, insbesondere bei großen Festen, sind auch die Tischkärtchen. Hier gibt es sehr hübsche Kärtchen zu kaufen – oder Sie beschriften die Menükarten mit dem Namen des Gastes. Die Menükarten sind ohnehin beliebte Hochzeitssouvenire, die mit dem Namen drauf auch noch eine persönliche Note bekommen. Wählen Sie hier aber eine passende Farbe sowohl bei den Karten, als auch beim Stift aus – und suchen Sie sich jemanden mit einer schönen Handschrift! Dazu gehört dann natürlich aber auch ein Plan am Eingang, der die Tische nummeriert, auf dem man ersehen kann, wo man sitzt.

Viele der hier beschriebenen Ideen kann man selber basteln bzw. sich leihen. Das macht zum einen Vorfreude, zum anderen spart es Geld. Zusammenfassend aber noch ein Tipp: bleiben Sie klassisch – Verlobung, Hochzeit und Taufe sind klassische Feste, die einen würdigen Rahmen verdienen.

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